Das Big Blind im Texas HoldĀ“em spielen

Pokerstrategie

Die meisten Spieler machen regelmäßig aus beiden Blind Positionen teure Fehler. Sie haben Schwierigkeiten, die richtige Vorgehensweise auszuwählen, wenn ein gutes Verhältnis zwischen Gewinn und Einsatz besteht, (die so genannten Pot Odds) die mit einer schlechten Position verbunden sind und oftmals wird es vernachlässigt, wichtige Informationen zu bedenken. Der Zweck dieses Artikels ist es, gewisse Leitsätze zu illustrieren, die eine wichtige Rolle spielen, das Big Blind richtig zu spielen, wenn man mit einer Erhöhung konfrontiert ist.

Das Big Blind gegen eine legitime Erhöhung spielen

Zum Zwecke dieser Erörterung wird als legitime Erhöhung jede Erhöhung betrachtet, die nicht aus einer Steal Position kommt oder jede Erhöhung, die getätigt wird, nachdem ein Spieler schon in den Pot eingelimpt ist. Als Steal Position wird die Button Position, die Cutoff Position (zur direkten Rechten des Button) und die Hijack Position (zwei zur direkten Rechten des Button)* definiert. Diesen Erhöhungen muss man wesentlich mehr Respekt zeigen, als gestohlenen Erhöhungen und Ihre Anforderungen mit Ihrem Blatt mitzugehen, sollten verstärkt sein.

Wenn Sie sich in der Big Blind Position befinden

und ein Spieler aus einer frühen Position erhöht und alle anderen Mitspieler passen, bekommen Sie einen guten Preis für das Weiterspielen. Oftmals ist der unmittelbar angebotene Preis gut genug, um ein Mitgehen gegen die Reichweite an Blättern eines Spielers in früher Position zu rechtfertigen. Das Problem sind nicht Ihre unmittelbaren Gewinnchancen, sondern eher Ihre implizierten Gewinnchancen, welche in diesem Fall entgegengesetzte, implizierte Gewinnchancen sind. Dieses bedeutet im Wesentlichen, dass vom Flop an viele Blätter mehr Geld verlieren werden, als sie gewinnen. Blätter, die dafür besonders verwundbar sind, stellen Blätter mit mittelhoher Kartenstärke dar, wie zum Beispiel KZo. Die Gefahr der Domination (dass Ihre Gegner eine Hand, wie AK, KQ oder AZ halten) sind riesig und wenn Sie ein Top Paar floppen, wird es schwierig für Sie sein von diesem Blatt abzutreten, ohne einen Verlust einbüssen zu müssen. Ihr Gegner hingegen wird oft in der Lage sein, dieses Blatt viel genauer spielen zu können und seine Position zu benutzen, entweder einen Wert herauszuziehen oder freie Karten zu nehmen, wenn nötig.

Die Blätter, die Sie in diesen Situation spielen wollen,

sind Blätter, die nicht so dramatisch von den entgegengesetzten, implizierten Gewinnchancen beeinflusst werden. Blätter, wie kleine Paare sind gute Beispiele für solche Hände. Mit einem kleinen Paar wollen Sie hauptsächlich ein sehr starkes Blatt floppen, wie einen Drilling oder Sie verpassen den Flop und wollen in der Lage sein, sicher zu passen. Sie haben hier eher implizierte Gewinnchancen, als entgegengesetzte, implizierte Gewinnchancen. Blätter, wie Anschlusskarten gleicher Farbe, können weniger eindeutig zu spielen sein, sind aber oft spielbar, angesichts des Preises, der Ihnen dargelegt wird und der Spielbarkeit nach dem Flop.

Heads up gegen eine gestohlene Erhöhung spielen

Heads up gegen eine gestohlene Erhöhung zu spielen, ist eine ganz andere Angelegenheit. Die Gefahr der Domination ist viel geringer, gegeben der weiten Reichweite, mit denen die meisten Spieler gewillt sind aus einer späten Position heraus zu erhöhen und Blätter, wie KZo und KJo haben hier einen viel höheren Wert. Schwache Asse haben ebenfalls einen höheren Wert, (Blätter, wie A7o) wenn Sie einer gestohlenen Erhöhung begegnen. Wenn Sie ein Blatt, wie AJ besitzen oder sogar AZ, wird eine erneute Erhöhung zu einer realisierbaren Taktik in diesen Situationen.

Erneut zu erhöhen erfüllt an diesem Punkt zwei Ziele. Erstens, wird es Ihnen ermöglichen Wert aus einem Blatt zu ziehen, dass der Reichweite der Blätter Ihres Gegners überlegen ist. Zweitens, wird es Ihnen ermöglichen Kontrolle über die Hand zu bekommen und sich in einer besseren Position zu befinden, gewinnen zu können, wenn weder Sie noch Ihr Gegenspieler den Flop treffen, welches in einem Heads-up Pot häufig der Fall ist.

Wenn Sie in diesen Situationen einen anständigen Flop bekommen,

wollen Sie hier aggressiv spielen. Im Gegensatz zu einem Multi-Wege Pot bedarf es nicht eines besonders starken Blattes, damit es bei einer gestohlenen Erhöhung gegen die Konfrontation der Blinds, als anständig bezeichnet werden kann. Bei einigen Flops ist jedes Paar gut genug, um eine Wette zu setzen oder zu schieben-erhöhen. Andere Flops mögen ein mittleres Paar benötigen oder einen soliden Draw. Mit Erfahrung werden Sie lernen zu identifizieren, in welcher Situation Sie sich befinden und wie Sie weiter vorgehen sollten.

Wenn Sie einen Draw floppen

in einer Situation, in der eine gestohlene Erhöhung einem Blind gegenübertritt, wollen Sie im Allgemeinen damit semi-bluffen. Sie wollen vielleicht den Flop schieben-erhöhen und dann wieder beim Turn führen. Diese Art Spielzug ist nicht nur für Ihre stärksten Draws reserviert. Oftmals reicht ein Gut-Shot Straight Draw kombiniert mit der Wahrscheinlichkeit, dass alle anderen Spieler passen (Fold Equity), um diese Art Spielzug profitabel zu gestalten.

> Big Blind spielen Teil 2



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