Eine No Limit Einsteiger Strategie

Pokerstrategie

Viele Pokeranfänger tun sich im Texas Holdem No Limit schwer. Sie können am Anfang ihrer Pokerlaufbahn nur die untersten Spiellimits schlagen, aber die Gewinne stellen sie nicht zufrieden. Wer aber mit wenig Erfahrung zu früh um höhere Summen spielen will, geht wiederum unnötige Risiken ein und wird häufig von den besseren Spielern ausgenommen.

Für wenig erfahrene Spieler,

die trotzdem befriedigende Gewinne machen wollen, gibt es allerdings eine perfekte Strategie. Sie ist dadurch gekennzeichnet, dass der Spieler nur in ganz wenige schwierige Situationen kommt und das finanzielle Risiko überschaubau bleibt.

Einige kennen vielleicht dieses Bild. Am Tisch sitzen die Spieler, die alle recht viele Chips vor sich haben und damit ein ordentliches Pokerspiel absolvieren. Sie wollen das anwenden, was sie können und gelernt haben. Doch an diesem Tisch gibt es ein, zwei Spieler, die nur mit einem extrem niedrigen Betrag spielen, plötzlich aus heiterem Himmel eine Erhöhung mit All-In beantworten. Irgendein anderer Spieler wird dieses All-In einmal mitgehen. Der Spieler mit den wenigen Chips gewinnt, verdoppelt sein Geld und verschwindet plötzlich vom Tisch.

Dieser Spieler wendet die Shortstack-Strategie an. Sie ist hervorragend geeignet, die "ernsten" Spieler in Situationen zu locken, die für sie unvorteilhaft sind. Doch nun der Reihe nach.

Der Name Short Stack bedeutet,

dass der Spieler nur ganz wenige Chips zum Tisch bringt. Meistens sogar nur das gerade noch erlaubte Minimum-Tischgeld. Dieser Spieler will nicht echtes Poker spielen mit all den schwierigen Entscheidungen, Gedankengängen und Spielzügen. Er will entweder Preflop oder am Flop die Entscheidung suchen und möglichst als Favorit in All-In-Duelle gehen.

Für den Shortstack-Spieler gibt es keinen Turn und River. Entweder ist er schon Preflop All-In oder spätestens am Flop. Aber in der Auswahl seiner Hand ist er dennoch wählerisch. Spekulative Hände wirft er weg, er spielt nur Karten, die bereits einen Wert haben wie beispielsweise mittlere Paare. Dann versucht er möglichst, nur einen Gegner zu bekommen, gegen der er verdoppeln kann.

Der Shortstack Spieler ist grundsätzlich angriffslustig. Hat er eine gute Hand erhöht er vor dem Flop z.B. auf den 4-fachen Big Blind. Hat ein anderer Spieler vor ihm erhöht, kontert er aber bereits mit All-In. Er bringt damit vielleicht den anderen Spieler zum Aussteigen oder es kommt zum Duell der Karten.

Mit einer guten, aber nicht überragenden Hand

wird er allerdings auch einmal nur mitgehen und abwarten, ob er sie am Flop verbessern kann. Wenn dies nicht gelingt, so steigt er natürlich aus. Denn er ist abhängig von seinen Karten, er will ja als Favorit gegen einen einzigen anderen Gegner bestehen.  

Das Ziel ist immer das gleiche:

wenn der Shortstack-Spieler ins Spiel einsteigt, dann will er seine Chips verdoppeln. Damit macht er auch die Strategien der anderen Spieler kaputt. Die anderen Spieler können nicht mehr normal weiterspielen, wenn der Shortstack Spieler All-In ist. Denn spätestens am Flop heißt es für sie mitgehen oder aussteigen.

Wenn so ein Shortstack Spieler eine Zeit lang am Tisch sitzt und seine Strategie durchzieht, kann man häufig beobachten, dass die anderen Spieler seine All-Ins mit schlechteren Karten mitgehen. Er wird ja als Pokerspieler nicht ernst genommen, weil er kein ernstes Poker spielen will und er hat ja nur wenig Chips. Aus Sicht der anderen Spieler ist der Shortstacker ein Störfaktor, also versuchen einige, ihn mit sogar schlechten Karten vom Tisch zu fegen. Solche Situationen sind natürlich genau das, was man mit dieser Strategie erreichen will.

Wenn es der Shortstack Spieler nun geschafft hat, seine Chips zu verdoppeln, wird er sich von diesem Tisch verabschieden und sein Spiel an einem anderen Tisch von Neuem beginnen lassen.


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