Omaha Poker Regeln

Spielregeln

Wenn es um Poker geht, ist Omaha das Synonym für Action. Spannung ist garantiert und gute Nerven sind gefragt. Oft beträgt die Wahrscheinlichkeit, welche von zwei oder mehreren Blättern die Hand beim Showdown gewinnt, nur ein paar Prozentpunkte. Wer den Bad Beat fürchtet, der lässt wahrscheinlich besser die Finger von Omaha, wer Spannung liebt, kommt voll auf seine Kosten. Und es ist ebenso schnell erlernt wie Texas Hold’em.

Gespielt werden bei Omaha Hi Varianten mit Fixed Limit und Pot Limit. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich auch die Variante Omaha Hi/Lo, bei der nicht nur das beste Blatt, sondern auch das schlechteste gewinnt. Zunächst soll es hier jedoch um Omaha Hi gehen. Die genaue Rangfolge der Pokerhände sowie eine kurze Erklärung zu den Varianten Fixed Limit, Pot und No Limit finden Sie in dem Artikel „Poker – das Spiel und die Regeln“. Im Grunde gleicht der Spielablauf von Omaha dem von Texas Hold’em. Die Spieler erhalten ihre Startkarten verdeckt, es gibt vier Setzrunden und die Spieler sehen zunächst einen Flop mit drei offenen Gemeinschaftskarten, dann den Turn mit einer weiteren aufgedeckten Gemeinschaftskarte und schließlich den ebenfalls offenen River mit der letzten Karte der Spielrunde. Doch bevor wir es vergessen, es gibt einen kleinen, nicht zu vernachlässigenden Unterschied, der den Charakter des Spiels deutlich verändert – anstatt nur zwei Startkarten erhält jeder Spieler vier Starkarten. Das erhöht die Kombinationsmöglichkeiten mit den Gemeinschaftskarten um ein Vielfaches und führt dazu, dass am Ende einer Spielrunde häufig mehrere Spieler eine starke Hand haben oder eine starke Hand greifbar war.

Es gibt noch eine weitere Regel, die einen Unterschied zu Hold’em ausmacht. Dürfen die Spieler bei Hold’em aus ihren sieben Karten (zwei Startkarten und fünf Gemeinschaftskarten) die beste Hand bilden, die zur Not eben auch nur aus den fünf Gemeinschaftskarten bestehen darf, ist das bei Omaha nicht erlaubt. Die Spieler müssen zwei ihrer vier Startkarten verwenden, um in Kombination mit den drei der fünf Gemeinschaftskarten das bestmögliche Fünf-Karten-Blatt zu bilden. Das hat zur Folge, dass Sie zum Beispiel immer zwei Karten einer Farbe auf der Hand haben müssen, um einen Flush bilden zu können. Nehmen wir an, Ihre Startkarten sind 10♠ 10♥ K♣ K♦ und das Board mit den Gemeinschaftskarten zeigt A♣ 4♣ 7♣ Q♣ J♦, so halten Sie mit Kreuzkönig leider nicht den höchstmöglichen Flush, weil Sie ja zwei Karten ihrer Starthand verwenden müssen. Prägen Sie sich das bitte ein, denn ein Irrtum ist möglicherweise teuer. Die bestmögliche Hand, die Sie mit zwei Karten Ihrer Starthand und drei Gemeinschaftskarten bilden können, ist eine Straße, nämlich 10♥ K♣ (zwei Startkarten) und den folgenden drei Gemeinschaftskarten A♣ Q♣ J♦. Und eine Straße wird bekanntlich geschlagen von jedem noch so kleinen Flush. Ähnlich ist es bei einem Full House. Zeigt das Board A♣ A♦ A♥ 5♠ 8♠, so reicht es nicht, dass Sie unter Ihren Startkarten eine Acht haben, um ein Full House bilden zu können. Das gelingt Ihnen erst, wenn Sie ein Paar bereits in Ihren vier Startkarten vorfinden, wie zum Beispiel bei den Startkarten Q♥ Q♠ 9♠ J♠.

Wie bei Texas Hold’em wandert der Dealer-Button nach jeder Spielrunde im Uhrzeigersinn zum nächsten Spieler. Die Spieler links des Dealer-Buttons bringen die Grundeinsatze in Form des üblichen Small und Big Blinds. In einem $1/$2 Omaha-Spiel setzt also der erste Spieler links vom Button den Small Blind von einem Dollar, während der Spieler, der zwei Plätze links vom Dealer-Button sitzt, den Big Blind und $2 bezahlen muss. Sind die Grundeinsätze geleistet, erhält jeder Spieler seine vier Startkarten. Als Erster agiert der Spieler, der links vom Big Blind sitzt. Er kann entweder aussteigen (Fold), mitgehen(Call) oder erhöhen(Bet). Im Uhrzeigersinn ist nun jeder Spieler an der Reihe bis zum Big Blind, der als letzter Spieler vor dem Flop seine Einsätze tätigen muss. Ist die erste Setzrunde abgeschlossen, gibt der Dealer drei unverdeckte Gemeinschaftskarten, den Flop, auf den eine weitere Setzrunde folgt und die wie bei Texas Hold’em auf Flop, Turn und River immer vom ersten noch verbliebenen Spieler links des Dealer-Buttons eröffnet wird. Schließlich folgen die Turn- und Riverkarte, an die sich jeweils eine Setzrunde anschließt. Sind danach noch zwei oder mehr Spieler im Spiel, kommt es zum Showdown.

Der Spieler mit dem besten Fünf-Karten-Blatt gewinnt den Pot. Er muss dafür zwei Karten seiner Starthand und drei der fünf Gemeinschaftskarten verwenden.



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