Seven Card Stud Poker Regeln

Spielregeln

Seven Card Stud ist ein echter Klassiker. Lange bevor der Hold’em-Boom begann, war Seven Card Stud die Pokervariante, die jeder in den Vereinigten Staaten spielen wollte. Und Stud wurde gespielt seit Mitte des 19. Jahrhunderts in den Casinos und den Pokerrunden zuhause. Bis weit ins 20 Jahrhundert hinein, bis etwa 1970, blieb Seven Card Stud unangefochten die beliebteste Pokervariante. Dann kam Hold’em und stieß Stud vom Thron, aber allzu schmerzhaft war der Stoß nicht. Bis heute hat Seven Card Stud eine große Anhängerschaft und wird sowohl in Casinos als auch in Online-Casinos gespielt. 2008 konnte sich der deutsche Pokerprofi Sebastian Ruthenberg sogar eines der heiß begehrten Armbänder der World Series of Poker sichern – im Seven Card Stud Hi/Lo.

Regeln und Spielablauf

Gespielt werden sowohl die Varianten High, bei der nur die beste Hand gewinnt, und Hi/Lo, bei der die beste und schlechteste Hand gewinnen. Es wird immer mit einem festen Limit gespielt. Ziel des Spiels ist es, aus sieben Karten das beste Fünf-Karten-Blatt zu bilden und den Pot mit den Einsätzen aller Spieler zu gewinnen. Die Rangfolge der Blätter ist die gleiche wie bei Hold’em und Omaha. Eine detaillierte Erläuterung der Rangfolge finden Sie in dem Artikel „Poker – das Spiel und die Regeln“.

Im Gegensatz zu einer Hold’em-Runde mit neun oder sogar zehn Spielern nehmen an einem 7-Card-Stud-Tisch in der Regel nur acht Spieler Platz. Der Grund ist einfach: Da mit demselben Kartendeck wie bei Hold’em mit insgesamt 52 Karten gespielt wird, würden bei mehr Spielern die Karten nicht reichen. Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass die Rechnung immer noch nicht aufgeht. Zögen alle acht Spieler sieben Karten, würden 56 Karten gebraucht. Für den seltenen Fall, dass tatsächlich alle Spieler bis zum Ende einer Hand mitgingen, würde die letzte Karte offen als Gemeinschaftschaftskarte gegeben und kann von allen Spielern benutzt werden, um die beste Hand zu bilden. Bevor das Spiel beginnt, hat jeder Spieler ein so genanntes Ante zu leisten. In einem Spiel mit Einsätzen von $1/$2 liegt das in der Regel bei 20 oder 25 Dollarcents. Der Betrag wandert in den Pot. Dann erhält jeder Spieler drei Karten, die ersten beiden verdeckt (the pocket), die dritte (the door) für alle Spieler sichtbar. Die erste Setzrunde beginnt mit dem so genannten Bring-In.

Der Spieler mit der niedrigsten offenen Karte ist verpflichtet das Bring-In zu bezahlen. Der Betrag beträgt in der Regel die Hälfte des kleinen Einsatzes, in einem Spiel mit Einsätzen von $1/$2 also 50 Dollarcents. Dem Spieler steht es jedoch frei zu erhöhen bis zum Betrag des kleinen Einsatzes, also in unserem Beispiel bis zu einem Dollar. Für den Fall, dass zwei Spieler zum Beispiel mit einer Drei die niedrigste, offene Karte halten, entscheidet die Farbe der Karte. Die höchste Farbe ist Pik gefolgt von Herz, Karo und Kreuz. Ist das Bring-In bezahlt, schreitet die erste Setzrunde im Uhrzeigersinn voran, bis jeder Spieler seine Einsätze geleistet hat – die Spieler können aussteigen (fold), mitgehen (call) oder erhöhen (bet oder raise). Zu Beginn der so genannten vierten Straße (fourth street) erhält jeder Spieler eine weitere, offene Karte. Die Setzrunde eröffnet der Spieler, der das höchste Paar oder die höchste Karte zeigt.

Jetzt kann der Spieler checken oder einen Einsatz abgeben. In dieser Runde beträgt der Wetteinsatz, um den erhöht werden kann, in einem Spiel mit Einsätzen von $1/$2 üblicherweise einen Dollar. Zeigt jedoch einer der Spieler ein offenes Paar, dann darf auch um das höhere Limit erhöht werden, also zwei Dollar. Die anderen Spieler haben die üblichen Wettoptionen. Auf der fünften Straße (fifth street) erhält jeder Spieler, der noch nicht gepasst hat, eine weitere offene Karte. Der Spieler mit der besten offenen Hand ist als Erster an der Reihe. Die Setzrunde wird ansonsten in derselben Manier zu Ende gespielt wie die Runde zuvor. Die letzte, die siebte Karte, wird jedem verbliebenen Spieler wieder verdeckt gegeben. Es folgt eine letzte Wettrunde, die von dem Spieler mit der besten offenen Hand eröffnet wird. Sind zumindest noch zwei Spieler in der Runde, beendet der Showdown die Hand und der Spieler mit der besten Fünf-Karten-Kombination gewinnt den Pot.



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